Der nächste Meilenstein

Die Regenwolken hängen tief über dem Triwo Test Center. Der Opel Mokka GSE Rally schießt aus der Senke, klebt am Boden, verschwindet hinter der nächsten Kuppe. Rallye bedeutet: wechselnde Untergründe, harte Bremszonen, schnelle Richtungswechsel. Genau das lässt sich in Pferdsfeld simulieren – kontrolliert, reproduzierbar und sicher. Deshalb hat Opel Motorsport genau hier den nächsten Schritt Richtung Homologation gemacht: auf dem Weg vom Entwicklungsfahrzeug zum vollwertigen Wettbewerbsauto. Die Mokka GSE Rally Test Days waren Entwicklungsarbeit unter Volllast – und zugleich ein Schaufenster für den Kundensport.

Seit fünf Jahren beweisen Opel und der ADAC, dass elektrischer Rallyesport mehr kann. Der weltweit erste und bis heute einzige elektrische Markenpokal hat sich etabliert: dynamisch, nahbar, konkurrenzfähig. Der ADAC Opel Electric Cup wurde zum Nachwuchsmotor des Sports, der Corsa Rally Electric zum bewährten Arbeitsgerät – schnell und zuverlässig. 2026 wird daraus mehr. Der Wettbewerb heißt künftig ADAC Opel GSE Rally Cup. Der Name ist Programm: Grand Sport Electric. Sechs Länder stehen im Kalender. Eine weiterentwickelte Ladeinfrastruktur mit „Remote Charging“ soll mehr Wertungsprüfungen, mehr Kilometer, mehr Rallye ermöglichen – elektrisch, aber ohne Kompromisse.

„OMG – das Auto ist so schnell!“

– Name Fahrer –

Fokus Homologation: Jeder Kilometer liefert wichtige Daten für den nächsten Entwicklungsschritt.
Elektrische Performance: Der Mokka GSE Rally bewegt sich bereits auf Rally4-Niveau.
Coaching auf Augenhöhe: Junior-Europameister Calle Carlberg war als Sparringspartner für die Testfahrer dabei.
Drei Fahrzeuge in unterschiedlichen Entwicklungsstufen: Die Testarbeit ermöglicht systematische Vergleiche.
Opel Motorsportchef Jörg Schrott (links) blickt auf die nächsten Entwicklungsschritte des Mokka GSE Rally und den GSE Rally Cup 2026.

Das Herzstück der neuen Saison stand im Hunsrück bereit: der Opel Mokka GSE Rally. Er ersetzt den Corsa und hebt das Konzept auf ein neues Niveau. 281 PS, 345 Newtonmeter Drehmoment, Rennsport-Elektronik, Chassis-Komponenten aus höheren Rallye-Kategorien, FIA-Sicherheitsstandard. Ein reinrassiges Rennauto – und doch bewusst nah an der Serie bei Elektromotor, Inverter und Batterie.

Der Mokka bewegt sich bereits auf dem Niveau eines Rally4-Fahrzeugs, steht aber noch nicht am Ende seiner Entwicklung. Und genau deshalb waren diese Tage entscheidend. Opel Motorsport hat 27 Rallyefahrerinnen und -fahrer ins Triwo Test Center eingeladen. Jeder bekam eine Stunde im Auto. Drei Fahrzeuge, drei Entwicklungsstufen. Ein enges Zeitfenster, das Präzision verlangte – nicht nur auf der Strecke. Steffen Schulz, verantwortlich für das Event Management, spricht von einer besonderen Herausforderung: „Ein so eng getakteter Gesamtzeitplan war eine große organisatorische Herausforderung, da wir allen Fahrerinnen und Fahrern eine sehr persönliche und hochwertige Betreuung anbieten wollten.“

„Ich möchte sofort wieder einsteigen und noch mehr Runden fahren.“

– Name Fahrerin –

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Testarbeit im Grenzbereich: Auf der Strecke von Pferdsfeld zeigt der Mokka GSE Rally sein Potenzial.

Mit vor Ort war auch Calle Carlberg. Junior-Europameister, geformt im Opel-Talentprogramm, Sparringspartner und Ratgeber auf dem Beifahrersitz. Er erklärte Linien, hörte zu, gab Tipps – und zeigte, wie der Sprung in den professionellen Rallyesport gelingen kann. Technisch abgesichert wurde das Programm vom Stellantis Motorsport Engineering Team und dem Opel Motorsport Team.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Und sie fielen eindeutig aus. XY 1 saß erstmals im Mokka GSE Rally und brachte es knapp auf den Punkt: „Ich bin wirklich beeindruckt.“ XY 2 sprach von einem Tempo, das überrascht: „OMG – es ist so schnell.“ Und nach der Fahrt war für viele klar, dass eine Stunde nicht reicht. „Ich möchte sofort wieder einsteigen und noch mehr Runden fahren“, sagte XY 3 – eine Reaktion, die den ersten Eindruck vieler Fahrer auf den Punkt brachte.

„Wir können uns alle auf noch mehr elektrische Action freuen.“

– Jörg Schrott, Opel Motorsportchef –

Vorbereitungen auf die neue Saison: Die Mokka GSE Rally Test Days verbinden Entwicklung, Nachwuchsförderung und Kundensport.
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Jeder Fahrer erhält ausreichend Zeit für einen realistischen Fahreindruck.
Das Feedback aus erster Hand fließt direkt in die Weiterentwicklung ein.
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Das Feedback fließt nun in die weitere Entwicklung ein. Vieles passt bereits, manches wird geschärft. Einig sind sich alle: Das Interesse ist hoch, die Qualität der Bewerber ebenso. Der GSE Rally Cup 2026 verspricht Spannung. Zumal Opel mit Vauxhall auch mit einem eigenen UK-Team antritt. Fahrer ist Ioan Lloyd aus der Junior European Rally Championship. „Professionell, konzentriert, ruhig“, sagt Opel Motorsportchef Jörg Schrott über den Briten. Eigenschaften, die Titel gewinnen.

Schrott blickt weiter: Sechs Länder, so attraktiv wie nie seit Beginn der gemeinsamen ADAC- und Opel-Markenpokale. Ein Fahrzeug, das Teilnehmer und Fans begeistert – und mehr Sonderprüfungs-Kilometer dank verbesserter Ladeinfrastruktur. „Wir können uns alle auf noch mehr elektrische Action freuen“, sagt er. Auch Philipp Quanz, Head of Marketing Communications Opel Motorsport, ist überzeugt: Der neue Mokka GSE Rally festigt die Vorreiterrolle von Opel. Der Cup bleibt leistungsstark und ein Sprungbrett für Talente. „Ich kann es kaum erwarten, einige von ihnen bei der Titeljagd 2026 zu sehen.“

Zwischen Arbeit und Ausblick: Die Rücklichter des Mokka GSE Rally im Morgenlicht von Pferdsfeld.

Januar 2026

Fotos: RB Dörrenbächer, Video: Neuland