Serin greift zu Filzstiften und malt einen Opel-Blitz. An der Tür grüßt das schwarz-gelbe Maskottchen „Opelo“, an der Wand hängt der Opel Corsa GSE Gran Turismo. Das von Stellantis geförderte „Bildungszentrum Berliner Viertel“ in Rüsselsheim am Main hat, wie an jedem Werktag, geöffnet. An den Tischen wird gelernt, gerechnet, gebastelt – und doch geht es um mehr als Hausaufgaben. Im Hintergrund steht eine Idee, die größer ist als dieser Raum. „Kindern und Jugendlichen Türen für eine erfolgreiche Zukunft zu öffnen, ist die Voraussetzung für eine funktionierende Gesellschaft“, sagt Stellantis Deutschland Personalchef Ralph Wangemann. „Der Zugang zu Bildung und Ausbildung ist dabei der Schlüssel.“
Gemeinsam mit der Stadt und dem Sozialunternehmen SPV ist in der Wicherngemeinde ein Ort entstanden, der Chancen eröffnet – direkt im Viertel, nah am Alltag. Möglich macht das das weltweite Engagementprogramm „Stellantis Philanthropy“, das gezielt Bildung, Chancengleichheit und Gemeinschaft an Unternehmensstandorten stärkt – etwa mit MINT-Workshops für Schülerinnen und Schüler, Talentförderung und Programmen, bei denen sich Mitarbeitende aktiv in sozialen Projekten engagieren.
„Kindern und Jugendlichen Türen für eine erfolgreiche Zukunft zu öffnen, ist die Voraussetzung für eine funktionierende Gesellschaft.“
– Ralph Wangemann –
Personalchef Stellantis in Deutschland und Geschäftsführer Personal und Arbeitsdirektor Opel Automobile GmbH







„Vernetzen und verbinden“, nennt Quartiersmanagerin Arbresha Mustafa das Prinzip. Im Berliner Viertel treffen viele Kulturen und Generationen aufeinander – und der Bedarf ist groß. Mit Unterstützung von Stellantis ist ein Bildungszentrum entstanden, das Lernen, Betreuung und Perspektiven bündelt.
Jede Woche kommen rund 80 Kinder und Jugendliche. Zwölf Übungsleiterinnen und Übungsleiter gestalten die Angebote, die gezielt Sprache, Motorik und kognitive Fähigkeiten fördern. Neben klassischer Nachhilfe in Deutsch und Mathematik gehören dazu Kurse wie „Medienprofis“, in denen Kinder den Umgang mit Tablets, Office-Programmen und digitalen Inhalten lernen, sowie die „Kreativwerkstatt“ mit Basteln und Gruppenspielen.
„Das ist nur der Anfang: Das Engagement soll weiter wachsen.“
– Saskia Harms, Managerin Diversity & Inclusion –

Je nach Angebot können Kinder bereits ab vier Jahren teilnehmen – etwa bei den „Vorschulprofis“ – bis hin zur siebten Klassenstufe. Die Nachfrage ist groß, viele Kurse sind bereits ausgebucht, Plätze gibt es oft nur noch über Wartelisten. Serin und ihre Schwester Jihane besuchen die „Mathe-Profis“. „Früher habe ich eine Fünf und eine Sechs geschrieben und jetzt eine Zwei und eine Drei“, erzählt die zehnjährige Jihane stolz.
Eine der Übungsleiterinnen ist Faiqah Awan, 18 Jahre alt, Jura-Studentin, im Viertel aufgewachsen. Sie gibt Mathenachhilfe und vermittelt Medienkompetenz. Für sie ist das Zentrum mehr als ein Lernort. „Die Nachbarschaft ist bunt und lebendig. Der Zusammenhalt ist riesig.“ Das Engagement von Stellantis nennt sie einen Segen.
„Das Berliner Viertel ist bunt und lebendig. Der Zusammenhalt ist riesig.“
– Übungsleiterin Faiqah Awan –


Auch in der Stadt weiß man, wie wichtig solche Orte sind. Bürgermeister Murat Karakaya ist hier groß geworden und betont, dass das Angebot genau dort ansetzt, wo Unterstützung gebraucht wird – mitten im Viertel. Mit SPV hat das Bildungszentrum einen Partner, der seit Jahren im Quartier verwurzelt ist. „Wir schaffen einen Ort der Begegnung, einen Ort zum Lernen und Gestalten“, sagt SPV-Geschäftsführerin Elisabeth Israel.
Und das Engagement von Opel/Stellantis soll weitergehen. Saskia Harms, zuständig für Diversity und Integration im Unternehmen, spricht von einem Anfang. Mitarbeitende könnten sich künftig als Mentorinnen und Mentoren engagieren, Projekte mit Opel-Auszubildenden sind geplant, beim Nachbarschaftsfest im Viertel im Mai stehen sie bereits am Grill. „Das Projekt soll wachsen“, sagt sie, während es im Raum langsam ruhiger wird. Die Aufgaben sind gelöst, die Stifte liegen still. Serin hebt ihr Blatt. Der Opel-Blitz ist kräftig gezeichnet. Klar. Selbstbewusst. Mit satten Strichen. Ein gutes Zeichen.
April 2026