Als in Madrid die Kameras aufblitzen, als Opel den Einstieg in die Formel E verkündet, steht Jörg Schrott einen Schritt hinter der großen Geste – und doch mittendrin im Geschehen. Er ist der Mann, der dafür sorgen soll, dass aus Technik, Talent und Timing im richtigen Moment ein Ergebnis wird.
Das Setting könnte kaum symbolischer sein. Rennstrecke Jarama, internationales Fahrerlager, Kameras, Stimmengewirr – und mittendrin die Nachricht: Opel steigt ab der nächsten Saison, die Ende 2026 beginnt, als Werksteam in die ABB-FIA-Formel-E-Weltmeisterschaft ein. Ein Schritt, der die Motorsportgeschichte der Marke nicht nur fortschreibt, sondern neu ausrichtet. Elektrisch, global, zukunftsgerichtet. Präsentiert von CEO Florian Huettl, Marketingchefin Rebecca Reinermann und Formel-E-CEO Jeff Dodds – vor Medien aus aller Welt. Am nächsten Tag verfolgen 30.000 Zuschauer das Rennen, darunter auch König Felipe VI. Ein gelungener Auftakt.
„Der Einstieg in die Formel E ist für Opel ein Meilenstein auf dem Weg in die elektrische Zukunft.“
– Florian Huettl, Opel CEO –






Es ist Jörg Schrotts erster Auftritt als Teamchef des Opel GSE Formula E Teams – eine Rolle, die neu und doch wie für ihn gemacht ist. Denn Schrott kennt Opel. Und Opel kennt Schrott. Seit 1997 arbeitet er für die Marke, war einer der ersten im Opel Performance Center, hat Strukturen aufgebaut, Programme entwickelt, Motorsport nicht nur verwaltet, sondern geprägt und in die Zukunft geführt. Seit 2012 verantwortet er als Motorsport-Direktor sämtliche Aktivitäten – von der Nachwuchsförderung bis zur internationalen Bühne. Unter anderem sechs Junior-Europameistertitel sind das Ergebnis. Und Projekte wie der ADAC Opel Electric Rally Cup zeigen, dass er früh verstanden hat, wohin sich der Sport bewegt.
Der Einstieg in die Formel E ist kein Sprung ins Ungewisse. Er ist die logische Konsequenz. Und für Schrott das Ergebnis eines Prozesses, der sich über rund zwei Jahre gezogen hat. Jetzt, sagt er, sei der richtige Moment gekommen: „Mit der neuen GEN4-Generation beginnt eine neue Ära: mehr Leistung, höhere Kurvengeschwindigkeiten, eine aggressivere Aerodynamik.“ Und ein weiterer Vorteil: Alle Hersteller starten wieder mit gleichen Voraussetzungen. Die Karten werden neu gemischt – eine seltene Chance.
Auftakt mit Ansage: Der Teaser-Film markiert den Einstieg von Opel in die Formel E.
„Ich freue mich über das Vertrauen und auf die neue Herausforderung“, sagt Jörg Schrott. Eine nüchterne Beschreibung einer großen Aufgabe. Denn jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Ein Team aufbauen, das bestehen kann in einer der härtesten Rennserien der Welt. Fahrerinnen und Fahrer verpflichten, die nicht nur schnell, sondern klug sind. Ingenieure zusammenbringen, die aus Energie Effizienz machen. Prozesse schaffen, die im entscheidenden Moment tragen. Ein Puzzleteil sitzt: Mit der Verpflichtung der 25 Jahre alten Münchnerin Sophia Flörsch als Test- und Entwicklungsfahrerin hat Opel nicht nur für Aufsehen und Schlagzeilen gesorgt, sondern zugleich gezeigt, wie selbstverständlich Talent und Leistung im Mittelpunkt stehen.
„Erfolg entsteht nur durch echtes Teamwork und das richtige Mindset“, sagt Schrott. Die Formel E verzeiht keine Umwege. Was ihn in dieser Situation besonders macht, ist seine Perspektive. Schrott denkt Motorsport nicht isoliert. Er denkt ihn als Teil der Marke. Als Verbindung zwischen Rennstrecke und Serie. Zwischen Technologie und Haltung.


„Mit dem Start der GEN4-Fahrzeuge ist jetzt der richtige Moment, in die vollelektrische Weltmeisterschaft einzusteigen.“
– Jörg Schrott, Opel-Teamchef Formel E –
Der Einstieg passt exakt zur Elektrostrategie der Marke. Mit dem GSE-Label will Opel zeigen, dass vollelektrische Performance kein Versprechen ist, sondern Realität – auf der Straße wie auf der Strecke. Die Formel E wird dabei zum Schaufenster für kommende Modelle. Was hier entwickelt wird, ist auch für Serienautos relevant: Software, Energiemanagement, Effizienz.
Aspekte wie Fahrerwahl, Teamaufbau und Rennstrategie liegen in der Verantwortung von Opel Motorsport. Kurze Entscheidungswege sollen helfen, auf der Strecke schnell zu reagieren und Set-ups flexibel anzupassen. Es ist ein Ansatz, der zu Schrott passt, dem Mann, der Maschinenraum und Kommandobrücke gleichermaßen kennt: strategisch stark, teamorientiert, mit langem Atem und klarer Motorsport-DNA.


Im Hintergrund läuft die Vorbereitung auf Hochtouren. Denn der Anspruch ist klar: nicht nur teilnehmen, sondern angreifen. Opel geht in die Formel E – und stellt mit Jörg Schrott einen an die Spitze, der weiß, dass große Schritte selten laut beginnen. Sondern mit Struktur, Geduld und dem Willen, es richtig zu machen.
April 2026