Ein alter Schulbus, zwei Menschen, ein Hund – und die Suche nach dem Glück. 2016 reiste die Frankfurter Musikerin Mogli mit ihrem damaligen Partner durch Nordamerika. Aus dem Abenteuer wurde der Kinodokumentarfilm „Expedition Happiness“, zu dem sie auch die Musik beisteuerte.
Zehn Jahre später hat sich ihr Leben verändert: Mogli ist Mutter von zwei Kindern, arbeitet an neuer Musik und entwickelt einen Spielfilm. Und statt eines umgebauten Schulbusses fährt sie heute mit ihrer Familie einen Opel Zafira. Als Opel-Produkterproberin hat sie außerdem den 281 PS starken Corsa GSE auf der Teststrecke in Pachfurth erlebt. Ein Gespräch über neue Wege – auf der Straße und im Leben.
Du bist in Pachfurth im Corsa GSE mit 281 PS über die Teststrecke gefahren. Was ging dir nach der ersten Runde durch den Kopf?
Mogli: Ich war vor allem überrascht, wie viel Power in so einem kleinen Auto steckt. Man unterschätzt den Corsa auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen. Aber sobald man aufs Gaspedal tritt, merkt man, was in ihm steckt. Besonders beeindruckt hat mich, wie unmittelbar er reagiert und wie viel Fahrspaß das macht. Diese Kombination aus kompaktem Format und ordentlich Power hat mich begeistert.
Als Musikerin arbeitest du täglich mit Klang und Emotionen. Der Corsa GSE bringt einen eigens entwickelten Fahrsound mit. Hörst du ein Auto anders als Nicht-Musiker?
Mogli: Ich glaube schon, dass ich sehr stark auf Klang reagiere. Ich nehme sofort wahr, ob ein Sound für mich eine Emotion oder eine bestimmte Körperlichkeit hat. Dabei muss er gar nicht unbedingt laut sein. Mich interessiert viel mehr, ob etwas Charakter hat und ob Klang und Gefühl zusammenpassen. Beim GSE fand ich spannend, dass Sound bewusst Teil des Fahrerlebnisses ist und nicht nur ein Nebeneffekt.


Früh auf eigenen Wegen
Mit elf Jahren liest die gebürtige Frankfurterin von einem Vorsingen an der Oper Frankfurt. Sie schwingt sich aufs Fahrrad, fährt hin – und wird in den Kinderchor aufgenommen. Ihrer Mutter erzählt sie erst abends davon. Die hat selbst Musik studiert und ihre Tochter früh dafür begeistert.
2015 erscheint Moglis Debütalbum „Bird“. Mit ihrer markanten Stimme und Songs zwischen Indie-Folk und Pop entwickelt sie ihren eigenen Stil. Zwei Jahre später wird sie mit „Expedition Happiness“ international bekannt. Für den Dokumentarfilm, den sie mitproduziert, schreibt sie unterwegs die Musik. Das Album „Wanderer“ wird zum Soundtrack der Reise. 2019 folgt die EP „Patience“, mit der sie durch Europa und Nordamerika tourt.
Heute lebt Mogli mit ihrem Mann, dem Schauspieler Eugen Bauder-Taibi, und ihren beiden Kindern in Berlin.
Mit „Expedition Happiness“ bist du in einem alten Schulbus durch Nordamerika gereist. Heute sitzt du in einem 281 PS starken Elektroauto. Welche Rolle spielt das Unterwegssein inzwischen in deinem Leben?
Mogli: Unterwegssein bedeutet für mich heute etwas anderes als damals. Bei „Expedition Happiness“ ging es ganz stark um das Außen: neue Orte, Freiheit, immer weiter. Heute interessiert mich viel mehr, wie frei und zu Hause ich in mir selbst sein kann – egal, wo ich gerade bin. Gleichzeitig habe ich zwei Kinder, einen Hund, lebe zwischen Musik, Film, Familie und verschiedenen Projekten. Mobilität ist dadurch für mich viel pragmatischer geworden. Ein Auto muss Freiheit ermöglichen und sich meinem Leben anpassen, nicht andersherum.
Ihr seid als Familie mit einem Opel Zafira unterwegs. Was muss ein Auto heute für dich mitbringen? Und spielt es für dich eine Rolle, dass Opel aus deiner Heimatregion kommt?
Mogli: Mein Leben verändert sich ständig, deshalb ist Flexibilität für mich wahrscheinlich das Wichtigste. Im Familienalltag brauche ich Platz und Praktikabilität, gleichzeitig möchte ich mich in einem Auto auch wohlfühlen und mag gutes Design. Und ich merke schnell, ob etwas intuitiv funktioniert. Ich möchte nicht erst eine Bedienungsanleitung studieren müssen – gute Dinge dürfen komplex entwickelt sein, sollten sich in der Benutzung aber einfach anfühlen. Dass Opel aus meiner Heimatregion kommt, ist für mich natürlich eine schöne Verbindung – gerade jetzt, wo ich die Marke noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenlerne.
Reisen und Bewegung ziehen sich wie ein roter Faden durch dein Werk. Brauchst du das Aufbrechen, um kreativ zu sein – oder inzwischen eher bewusste Ruhe?
Mogli: Ich bewege mich nach wie vor sehr gerne nach vorne. Ich mag Veränderung, Wachstum und das Gefühl, mich stetig weiterzuentwickeln. Der Unterschied ist, dass es heute nicht mehr ums Flüchten geht oder ums Aufbrechen um des Aufbrechens willen. Ich muss nicht mehr weg, um mich lebendig oder frei zu fühlen. Aber neugierig zu bleiben und immer wieder neue Seiten an mir und der Welt zu entdecken, ist nach wie vor ein wichtiger Teil meiner Kreativität.


Kunst ohne Grenzen
Mogli geht ihren eigenen Weg – als Künstlerin und im Leben. Sie lebt bewusst, möglichst nachhaltig und sucht auch künstlerisch nach neuen Ausdrucksformen. Sie schreibt Songs, dreht Filme, steht vor der Kamera und verbindet unterschiedliche Disziplinen. Wie weit sie dabei geht, zeigt 2022 ihr bislang aufwendigstes Projekt: das cinematische Album „RAVAGE“. Zehn Songs, zehn Filmepisoden – jede für sich ein Musikvideo, zusammen ein durchgehender Film (hier zu sehen). Musik und bewegte Bilder erzählen eine gemeinsame Geschichte.
Nach der Zusammenarbeit mit dem Berliner Elektronikmusiker Christian Löffler folgt 2025 das Album „paradox“, in dem Mogli ihre Identität, ihre Wurzeln und inneren Widersprüche erkundet.
Auch abseits der Bühne zeigt sie Haltung: Sie setzt sich für Gleichberechtigung, die LGBTQ+-Community, mentale Gesundheit und gegen Rassismus ein. Verletzlichkeit ist für sie keine Schwäche, sondern eine Stärke, die Menschen miteinander verbindet.
Du bist Mutter geworden und hast dich als Künstlerin weiterentwickelt. Was beschäftigt dich heute besonders?
Mogli: Gerade arbeite ich an meinem neuen Album. Darin geht es viel darum, vermeintliche Gegensätze nicht mehr auflösen zu müssen: Stärke und Verletzlichkeit, Licht und Dunkelheit, Kontrolle und Hingabe. Ein selbstbestimmtes Leben zu führen, wird aber immer Kern meines Seins und meiner Arbeit sein.
Zum Abschluss: Wenn wir den Corsa kurz am Streckenrand stehen lassen – welches Herzensprojekt bewegt dich gerade am meisten?
Ganz klar mein neues Album. Es ist viel mehr als nur eine Sammlung neuer Songs. Ich entwickle eine ganze Welt darum herum. Außerdem entwickle ich gerade einen Spielfilm, eine Liebesgeschichte, die in Berlin spielt und in der Musik auch eine zentrale Rolle spielt. Ich werde Regie führen und auch selbst mitspielen – und das macht mich gerade sehr excited.
Mehr von Mogli: Instagram // Website
Oktober 2026