Erfahren, was bewegt

Der Abarth blickt herausfordernd. Die Peugeot-Modelle zeigen Zähne. Der Fiat Grande Panda setzt auf Pixel. Und beim neuen Astra leuchtet erstmals der Blitz. Unterschiedliche Gesichter also. Aber wie fahren sie sich? Drei Tage lang können Mitarbeitende das bei den #OneTeam Mitarbeiter-Testfahrten in Rüsselsheim ausprobieren. Einfach einsteigen und losfahren.

Opel Corsa GSE: Next Level E-Mobilität

Jens Ewald und Mathias Albrecht müssen nicht lange überlegen. Die beiden arbeiten am Stammsitz in der Fahrzeugentwicklung. Und wollen den neuen Opel Corsa GSE fahren. Raus aus dem Büro, rein in den Verkehr. Einsteigen. Sportsitze. Gelbe Nähte am Lenkrad. Los. 5,5 Sekunden braucht der Corsa von 0 auf 100 km/h. Fast genauso schnell fällt das Urteil: „Das macht richtig Spaß.“ Satte Beschleunigung, dazu der eigens entwickelte GSE-Sound. Vor allem der kommt bei den beiden gut an.

Im Corsa GSE steckt jede Menge Entwicklungsarbeit – und die lässt sich erfahren.

Jens Ewald (rechts) und Mathias Albrecht haben sich für ihre Testfahrt den Corsa GSE ausgesucht. 281 PS, 5,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h.
Platz nehmen und selbst erfahren: Bei der Testfahrt zählt für den Entwickler vor allem, wie die einzelnen GSE-Bausteine zusammenspielen.
An der Vorderachse greift die Vierkolben-Zange in Kombination mit großen 355-mm-Bremsscheiben zu.
Gelb ist Programm: Sicherheitsgurte, Nähte und die Sitze mit Karomuster setzen im Innenraum GSE-Akzente.
Mit dem neuen GSE-Variante knüpft der Opel Corsa an seine sportliche Performance-Tradition an.

281 PS allein machen noch keinen GSE. Fahrwerk, Lenkung, Bremsen, Sperrdifferenzial: An jedem Baustein haben die Entwicklungsteams gefeilt. Gefahren. Nachjustiert. Wieder gefahren. Bis aus 281 PS ein GSE wurde. Jens und Mathias spüren das Ergebnis: „Ein sehr starkes Gesamtpaket!“ Und Grand Sport Electric endet nicht auf der Straße. Mit dem Mokka GSE Rally geht es auf Schotter und Asphalt – während die Marke zeitgleich die Brücke von der Serie zum globalen Spitzensport schlägt: Ab Dezember startet Opel in der Formel E und schickt den GSE 27FE ins Rennen. Von der Landstraße vor den Rüsselsheimer Werkstoren bis zum spektakulären Stadtkurs in Jeddah spannt GSE damit einen ziemlich großen Bogen. Der gemeinsame Nenner sitzt an diesem Vormittag hinterm Lenkrad. Jens und Mathias steigen nach 30 Minuten wieder aus. Und grinsen breit.

Jeep Compass: Unter einem Dach

Auf Andra Jones wartet eine Premiere. Sie steigt zum ersten Mal in einen Jeep. In den vollelektrischen Compass. Erster Eindruck: „Ein großes Auto.“ Zweiter Blick: viel Platz. Auch im Kofferraum: „Da passen ein paar Kisten Cola rein.“ Die Ingenieurin arbeitet im Hardware Engineering. Gemeinsam mit ihrem Team entwickelt sie Niedervolt-Technik für Fahrzeuge verschiedener Stellantis-Marken – von der klassischen 12-Volt-Batterie bis zu Systemen, die das Auto entriegeln, wenn man sich mit dem Schlüssel nähert. Technik, die auch im Compass steckt.

„Gerade weil wir für verschiedene Marken entwickeln, sind solche Testfahrten so wichtig.“

–Andra Jones –

Andra Jones fährt zum ersten Mal Jeep. Wie ihr eigener Grandland basiert er auf der STLA Medium-Plattform von Stellantis.
Die Plattform ist „Electric First“ ausgelegt, ermöglicht aber unterschiedliche Antriebsarten und lässt den Marken viel Spielraum für ein eigenes Fahrzeugkonzept.
Die Testfahrten werden vorab online gebucht. Vor Ort gleicht das Orga-Team die Anmeldung ab – dann kann es auch schon losgehen.
Feierabend auf 21 Grad: Über die MyOpel App lässt Andra ihren Grandland schon vor der Abfahrt vorklimatisieren. Eine Funktion, die sie nicht mehr missen möchte.
Wer genau hinschaut, entdeckt auf der Felge die stilisierte Silhouette des Willys MB – eine kleine Hommage an den Ur-Jeep.
Bevor Andra ihren Grandland Electric bekam, war sie skeptisch. An One-Pedal-Driving etwa musste sie sich erst gewöhnen. Doch schon kurze Zeit später lautete ihr Urteil: „Mega!“

Seit 2021 gehören Opel und Jeep zu Stellantis. Davor waren sie getrennt unterwegs: Opel als Teil von PSA, Jeep unter dem Dach von FCA. Dann fusionierten die beiden Konzerne. Heute entwickelt Andras Team für viele Marken zugleich – in Europa, Nordafrika und Osteuropa. Jeep ist eine davon. Jetzt will sie selbst erleben, wie sich ein Auto der Schwestermarke fährt. Der Sieben-Schlitz-Grill ist geblieben. Schlamm, Waldwege und Allrad gehören weiter zu Jeep. Doch dieser Compass fährt vollelektrisch. Elektromobilität hat Andra selbst schätzen gelernt: Seit März fährt sie einen Grandland Electric. Jetzt sitzt sie im Elektroauto der Schwestermarke – und in einem Fahrzeug, in dem auch Technik ihres Teams steckt. „Gerade weil wir für verschiedene Marken entwickeln, sind solche Testfahrten so wichtig.“

Leapmotor B05: Über den Tellerrand

Flach, breit, schmale Scheinwerfer und eine Lichtleiste über die ganze Front: Der Leapmotor hat ein eigenes Gesicht. Josip Mihalj interessiert sich vor allem für das Innenleben. Der Entwickler, ein Kollege von Andra Jones, hat sich für seine Probefahrt den B05 ausgesucht. Im Cockpit fällt sein Blick sofort auf das zentrale Display. „Größer als mein Laptop.“ Auch das Fahrerdisplay hinter dem Lenkrad gefällt ihm: Es bewegt sich mit, wenn er das Lenkrad verstellt, und bleibt so im Blick.

„Ich bin gespannt, was da in der Zusammenarbeit mit China noch kommt.“

– Josip Mihalj –

Josip Mihalj nimmt im Leapmotor B05 Platz. Der Entwickler ist neugierig auf das Auto des Stellantis-Partners.
Das zentrale Display fällt sofort ins Auge. Praktisch findet Josip auch das Fahrerdisplay: Es bewegt sich mit dem Lenkrad und bleibt so immer im Blick.
Neben dem Elektro-Hatchback B05 stehen auch die Leapmotor-Modelle B10, C10 und T03 zur Auswahl.
Leapmotor ist Partner von Stellantis – und erweitert den Blick über die eigene Markenfamilie hinaus.
Der B05 gehört zur Kompaktklasse und erweitert das Leapmotor-Angebot um ein vollelektrisches Schrägheckmodell.

Dann kommt der Entwickler durch. Ein Head-up-Display? Hätte er gerne. Josip hat früher selbst daran entwickelt und weiß die Technik zu schätzen. Auch echte Tasten vermisst er bei manchen Funktionen. Aber gefahren wird schließlich auch. Und das macht Spaß. Unterm Strich: „Ein gutes Auto.“ Leapmotor ist Partner des Stellantis-Konzerns – und die Zusammenarbeit soll ausgebaut werden. Ein neues vollelektrisches Opel-SUV könnte eines der nächsten Kapitel werden: Es soll in Rüsselsheim gestaltet und von Teams in Deutschland und China entwickelt werden. Dabei sollen voraussichtlich auch zentrale Komponenten der Elektro- und Batterietechnologie von Leapmotor zum Einsatz kommen. Josip ist neugierig: „Ich bin gespannt, was da in der Zusammenarbeit mit China noch kommt.“

Nach 30 Minuten stehen die Autos wieder auf dem Parkplatz. Die Eindrücke bleiben. Die nächsten Fahrerinnen und Fahrer melden sich bereits am Empfang. Die Nachfrage spricht für sich: 720 Slots für Testfahrten standen an den drei Tagen zur Wahl. Keine drei Stunden nach dem Start der Online-Buchung waren alle vergeben. Eine Wiederholung ist bereits geplant: Künftig sollen Mitarbeiter-Testfahrten zweimal im Jahr stattfinden. Denn am besten lernt man eine größer gewordene Markenwelt immer noch vom Fahrersitz aus kennen.


Oktober 2026

Text: Tina Henze, Fotos: Opel/Rudolf Mehlhaff, Video: Alexander Bonn