Schon als Junge war er mit Begeisterung dabei, wenn sein Großvater in den Hobbykeller ging, um zu werkeln – oder in die Garage, um am Auto zu schrauben. Heute ist Maurice Bolzer 21 Jahre alt, hat bei Opel den Beruf des Zerspanungsmechanikers erlernt und bereits den Meisterbrief in der Tasche. Seine Prüfung schloss er als Jahrgangsbester der Handwerkskammer der Pfalz ab und wurde dafür zusätzlich mit dem „Unsere Besten“-Award 2025 der IHK Pfalz ausgezeichnet.
Seine Ausbildungszeit bei Opel hat er durchweg positiv erlebt. „Ich konnte unglaublich viel lernen und auf einer richtig guten Basis aufbauen“, sagt er. Dieses Fundament half ihm auch bei der Meisterweiterbildung in der Feinwerkmechanik: Vieles fiel ihm leichter, weil er bereits auf bestehendem Wissen aufsetzen konnte – und weil er sich im Arbeitsalltag viel von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen abschauen konnte.

Heute übernimmt er am Standort Kaiserslautern Verantwortung als Teamleader im Schweißbereich. Dort werden Bauteile aus dem Presswerk weiterverarbeitet – etwa B-Säulen, Verstärkungen für den Dachrahmen oder Kofferraumböden. Er führt ein Team mit vielfältigen internationalen Hintergründen, dessen Mitglieder überwiegend älter sind als er. „Das ist manchmal herausfordernd, klappt aber gut“, sagt er. Sein Erfolgsrezept: „Ich versuche, immer ich selbst zu sein. Der Rest kommt mit der Berufserfahrung.“
Wie ihm der Abschluss mit Bestnoten gelungen ist? „Ich will das, was ich mache, auch gut machen.“ Theorie fällt ihm leicht, und in der Praxis gilt für ihn: üben, üben, üben. Seinen Meisterbrief erhielt Maurice Bolzer in der Landauer Festhalle gemeinsam mit 267 weiteren Absolventinnen und Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2025. Zu den Gratulanten zählten unter anderem Dirk Fischer, Präsident der Handwerkskammer der Pfalz, und die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt. Sie betonte die zentrale Rolle gut ausgebildeter Meisterinnen und Meister für die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft und würdigte den Meisterbrief als Gütesiegel für Qualität, Innovationskraft und unternehmerische Verantwortung.
„Ich konnte unglaublich viel lernen und auf einer richtig guten Basis aufbauen.“
– Maurice Bolzer über seine Ausbildung –
Für den gebürtigen Kaiserslauterer lag es nahe, sich nach dem Schulabschluss bei Opel zu bewerben: Das Werk befindet sich direkt in seiner Heimat – und das Unternehmen genießt einen hervorragenden Ruf für seine Ausbildung. Nicht zuletzt wurde Opel aktuell bereits zum zweiten Mal in Folge als bester Ausbilder in der Automobilbranche in Deutschland ausgezeichnet.
Heute fühlt sich Maurice Bolzer in seiner Aufgabe voll angekommen. Er ist mitverantwortlich für den Produktionsablauf in den Schweißzellen, betreut Umbauten sowie die Teileversorgung und erstellt Maschinenberichte. Erst kürzlich hat er sich bereits auf eine intern ausgeschriebene Meisterstelle beworben – der nächste Schritt ist also fest im Blick.
Als echter Pfälzer ist Maurice Bolzer seiner Heimat eng verbunden. In seiner Freizeit treibt er gern Sport. Und wie viele „Lautrer“ ist er Fan des 1. FC Kaiserslautern – und steht auch selbst hin und wieder „uff de Betze“. Hier ist er tief verwurzelt – und hat zugleich seine berufliche Heimat gefunden.
Mai 2026